Ästhetische Chirurgie

Facelift – Gesichts- und Halsstraffung

Im Rahmen des Alterungsprozesses verliert die Haut des Gesichts durch den Abbau von Kollagenfasern an Elastizitä und Spannkraft. Die Haut wird dünn und schlaff. Tiefe Falten zwischen Mund und Nase (Nasolabialfalte), Krähenfüße, Stirn- und Zornesfalten sind die Folge. Auch die Knochendichte nimmt ab, wodurch sich das Gesichtsprofil verändert. Das Gesicht verliert an Fülle. Durch die Schwerkraft sinkt das Gewebe ab, was zum typischen Kennzeichen des alterenden Gesichts, den eingefallen Wangen, führt. Des Weiteren kommt es durch den Volumenverlust zu einem Verstreichen der Unterkieferlinie mit Anschoppung überschüßiger Haut in Form der sogenannten Hängebäckchen. Gleichzeitig entstehen im Hals- und Nackenbereich Fettdepots, was wiederum ein Doppelkinn zur Folge hat.

Ein alterendes Gesicht vermittelt einen tristen Gesichtsausdruck, der nicht der Selbstwahrnehmung des Patienten entspricht. Ein Facelift kann sicherlich nicht den Alterungsprozeß stoppen, jedoch die sichtbaren Zeichen des alterenden Gesichts korrigieren und somit zu einem jüngeren und frischeren Aussehen verhelfen.

Was ist das Ziel des Facelifts?

Durch ein Facelift sollen die abgesunken Gesichtsstrukturen wieder an ihren ursprünglichen Platz positioniert werden. Das typische Erscheinungsbild des alternden Gesichts, mit Anzeichen wie den eingefallenen Wangen und den Hamsterbäckchen, wird dadurch verbessert. Überschüssige Haut im Gesicht- und Halsbereich wird entfernt, wodurch die Gesichtshaut wieder glatt erscheint.

Falten, die durch abgesunkenes Gewebe entstehen, wie beispielsweise die Nasolabialfalte, werden dadurch deutlich abgemildert. Das Doppelkinn wird durch Reposition der abgesunkenen Weichteile und die Entfernung von Fettdepots beseitigt. So erlangen Sie durch ein Facelift ein jüngeres und vitales Aussehen, das Ihrem eigenen Lebensgefühl entspricht.

Wie läuft ein Facelift ab?

Infobox – Gesichts- und Halsstraffung

Operationsdauer1 Stunde
NarkoseVollnarkose
Klinikaufenthalt1 Tag
Arbeitsfähignach 1-2 Wochen
Fädenentfernungnach 7 Tagen
Kostenab 6.500 Euro

Es gibt verschiedne Methoden des Faceliftings. Die Wahl der OP-Methode hängt vom Ausmaß des Alterungsprozesses und den anatomischen Gegebenheiten ab. In einem ausführlichen Beratungsgespräch werden die vorliegenden Alterungsmerkmale sorgfältig analysiert und das operative Vorgehen besprochen. Dieses wird auf Ihre Vorstellungen und Erwartungen, sofern realisierbar, abgestimmt.

Beim klassischen Full Facelifting werden Stirn, Wangen und Hals gestrafft.

Hierbei wird überschüssige Haut entefrnt und die schwerkratinduzierte Ptosis (Hängen) der Mittelgesichtspartie korrigiert. Im Halsbereich werden der erschlaffte Hautmantel gestrafft, sowie störende Fettdepots beseitigt.

Ein optimales Ergebnis des Full Faceliftings wird erreicht, wenn die Haut ihre Elastizität nicht gänzlich verloren hat und der Knochenabbau noch nicht sehr weit fortgeschritten ist, so dass sich eine gute Gesichtskontur wiederherstellen lässt.

Welche Risiken gibt es bei einem Facelift?

Generell trägt jede OP ein Risiko mit sich. Womit Sie nach einem Facelift rechnen sollten, sind blaue Flecken, Schwellungen und ein leichtes Taubheitsgefühl. Seltener ist das Auftreten einer Narbenverbreiterung oder –verdickung.

Schwerwiegende Komplikationen, wie eine Schädigung der Gesichtsnerven, sind extrem selten. Im Rahmen des Beratungsgesprächs werden Sie ausführlich über individuelle Risiken aufgeklärt.

Grundsätzlich sollten Sie vor und nach dem Eingriff auf das Rauchen verzichten, da Nikotinkonsum die Wundheilung negativ beeinflusst. Ebenso empfehlen wir es in den ersten Wochen auf intensive Sonnenbäder zu verzichten.

Wie läuft das Wangenlifting ab?

Ist der Alterungsprozess auf das Mittelgesicht beschränkt, so kann ein Wangenlift oder Midfacelift ausreichend sein um die vorhandenen störenden Augenringe sowie die eingefallenen Wangen zu korrigieren.

Durch einen feinen Schnitt am Rand des Unterlids werden die abgesackten Fettdepots und Weichteilstrukturen im Bereich des Mittelgesichts wieder an ihren ursprünglichen Platz gehoben. Des Weiteren wird im Rahmen des Eingriffs überschüssige Haut entfernt. Durch ein Wangenlift kommt es zu einer deutlichen Verbesserung der Tränenrinne und der Wangenkontur.

Wie läuft eine Halsstraffung ab?

Bei der Halsstraffung entscheidet der vorliegende Befund über das operative Vorgehen. Liegt ein Truthahnhals vor, so ist dies auf schwerkraftinduziertes Hängen der Halsweichteile und eine Ansammlung von Fettgewebe in der Tiefe zurückzuführen.

Die Korrektur besteht in der Reposition der hängenden Weichteile sowie der Entfernung von Fett und überschüßiger Haut. Liegt ein Doppelkinn vor, das auf Ansammlung von Fett in der oberflächlichen Fettschicht zurückzuführen ist, dann ist eine Fettabsaugung die Methode der Wahl. Hierfür wird ein kleiner Schnitt unter dem Kinn und eventuell unter beiden Ohrläppchen gesetzt. Es bleiben aber nur kleine, kaum sichtbare Narben zurück.

Um die Retraktion der Haut zu unterstützen, sollte für sieben Tage nach der OP ein elastisches Halsmieder getragen werden. Ist von Anfang an abzusehen, dass überschüssige Haut verbleiben wird, muss die Fettabsaugung mit der Entfernung überschüssiger Haut kombiniert werden, so dass das Kinnprofil wieder zur Geltung kommt.